Rebalancing - Körpertherapie

Rebalancing bedeutet "wieder ins Gleichgewicht kommen"

Mit dieser Körpertherapie kommen die Faszien (Bindegewebe) ins Zentrum der Aufmerksamkeit. Unabhängig ob körperliche oder psychische Beschwerden zugrunde liegen, eine Rebalancing Behandlung bezieht alle Ebenen – KÖRPER, EMOTIONEN und KOGNITION – mit ein.

Durch bewusste Berührung wird das Fasziengewebe gelockert und gelöst. Dies führt zu tiefem Loslassen, neuer Körperwahrnehmung und in ein Gleichgewicht auf körperlicher, geistiger und seelischer Ebene. Rebalancing bringt Elastizität und Geschmeidigkeit in den Körper zurück. Mit der bewusstseinsorientieren Körperarbeit entdecken sie, was sie loslassen können und erfahren Veränderung. Selbstannahme, Vertrauen, Aufrichtung, Stabilität, Flexibilität und Beweglichkeit sind nur einige der Veränderungen, die durch Rebalancing erfahren werden.

"du wirst berührt, gedehnt, gelockert und gelöst"


Behandlungsablauf

Im Gespräch werden Verbindungen der Beschwerde zur aktuellen Lebenssituation hergestellt und der persönliche Bezug zu den Themen der Körperbereiche besprochen. Das Körperlesen und die Schulung der Körperwahrnehmung/-haltung machen innere und äussere Haltungen erfahrbar. Mit der tiefen und zugleich langsamen Faszienmassage, welche im Mittelpunkt der Therapie steht, findet achtsame und einfühlsame Berührung statt. Im Dialog werden Prozesse, Bewusstsein und Verbindungen spür- und erfahrbar. Alles was wir erlebt oder gefühlt haben, kann von unserem Körper, sprich in unseren Faszien, gespeichert werden. Die Faszien spiegeln daher mehr, als nur körperliche Symptome. Durch gezielte in Kommunikation tretende Striche (Faszienmassagetechnik) und Joint-Release (Gelenklockerungen) lösen sich Verklebungen und Verfilzungen im Gewebe. Mit Atemtechnik gelangt die Wahrnehmung zu jedem Körperbereich, wodurch der Energiefluss und die Selbstheilungskräfte aktiviert werden. Die Behandlungen sind getragen von Loslassen, Wahrnehmung, Stille und Ruhe.

Übungen dienen der alltäglichen Unterstützung und tragen nachhaltig zu Veränderungen bei.

Die Behandlungen sind in einem 10-Sitzungssystem aufgebaut. Die Sitzungen 1-7 befassen sich mit verschiedenen Körperbereichen und verbinden die jeweiligen Lebensthemen und Funktionen. Integration und Einklang sind ergänzende Themen der Sitzungen 8-10.

In einer Sitzung biete ich ihnen einen urteilsfreien und achtsamen Raum, sich als Person wahrgenommen zu fühlen.

"Langsamkeit und Stille erleben."

Anwendungsbereiche / Indikationen

chronischer Stress, Burnout, Depression

innere Unruhe und Anspannung

Angstzustände, Panikattacken

Schlafstörungen

Veränderung der Lebenssituation

belastende Lebensereignisse

muskuläre Verspannungen

chronische/akute Schmerzen

Bewegungseinschränkungen

Kopfschmerzen

Gesundheitsprävention


Bedeutung der Faszien

Faszien formen unseren Körper. Sie umhüllen alle Muskeln, Knochen, Organe und Nerven, wodurch sie den Körper zusammenhalten und strukturieren. Aufgabe der Faszie ist sowohl die Trennung als auch der Zusammenhalt. An verschiedenen Körperregionen unterscheidet sich ihre Struktur, um die Funktion der jeweiligen Körperstelle zu unterstützen. Bildlich kann man sich ein Geflecht vorstellen, welches in alle Richtungen dehnbar ist, jedoch auch dicht sein kann, es ist zug- und reissfest. Es werden drei Schichten der Faszien unterschieden, die oberflächliche Faszie, die tiefe Faszie und die viszerale Faszie.

Die Faszie ist selbst ein Sinnesorgan und hat weder Anfang noch Ende. Sie ist mit zahlreichen Nervenendungen durchsetzt (rund 10 Mal mehr als die Muskeln) und wirken somit auf unser vegetatives Nervensystem. Forscher gehen davon aus, dass die Faszien über den gesamten Körper als Kommunikationsnetzwerk dienen können.

Die Faszie kann verkleben oder gar verfilzen, dies kann Auswirkungen auf die körperliche Ebene (Schmerzen, Verspannungen, Bewegungsbeeinträchtigungen, etc.) und die mentale Ebene (Verstimmungen bis hin zu Depressionen) eines Menschen haben. Die Auswirkungen können wechselseitig ausgelöst werden.

Hintergrund und Geschichte

Rebalancing hat seinen Ursprung in Indien und entwickelte sich Ende der 70er Jahre im Umfeld des spirituellen Lehrers Bhagwan Shree Rajnesh (Osho). Therapeuten, Lehrkräfte und Praktizierende verschiedener Therapiemethoden, darunter Rolfing, Feldenkrais, Trager, Postural Integration, Bioenergetik, Alexandertechnik, Osteopathie, Shiatsu und andere, trafen sich dort in einer offenen und experimentellen Atmosphäre und tauschten ihre Erfahrungen aus. Sie verfolgten das Ziel, ganzheitlicher zu arbeiten; nicht nur Symptome behandeln, sondern körperliche, geistige und seelische Ebenen in Verbindung mit einem grossen Ganzen zu betrachten.

Schliesslich entstand 1980 erstmals als Rebalancing „wieder ins Gleichgewicht bringen“ eine neue, eigenständige Körpertherapie. 1981 wurde das erste Mal eine Rebalancing-Ausbildung auf der Basis eines festen Konzeptes durchgeführt. Damit war die Grundlage für einen allgemein gültigen Ausbildungsstandard gelegt.


Sonja Ohui Nartey

 

Praxis KörperPlus

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